installation

 Miriam Wuttkes Installationen sind von objets trouvés bestimmte, Orts-spezifische Raumcollagen, die ein Bespielen durch die Agitatorin voraussetzen. Das Arbeiten mit Gegenständen des Alltags, welche an Vergangenes und Gewohntes anknüpfen, eröffnet Erinnerungsräume und schafft Assoziationsbrücken, die vordergründig zur Begegnung einladen. Das Offensichtliche erfährt den Bruch und wird zerlegt und verzerrt. Das auf den ersten Blick Vertraute wird zum Rätsel um seine Existenz und Bestimmung, das Kitschige und Liebliche zum Sinnbild für Dekadenz und Gesellschaftsmüll. In der Kombination von archaischen Erinnerungsstützen und gedanklichen Inhalten der Gegenwart entstehen Bild- und Spielräume, deren Grundlage man zu kennen glaubt, die sich jedoch einer Dechiffrierung letztendlich entziehen.
Die Fülle verbirgt die Verlorenheit. Die Offensichtlichkeit die Komplexität.