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3 day performative intervention in the bridge towers of Erpel/Remagen
for the exhibition AKTION 2T / Gewaltige Bilder

Orts- spezifische Performance und Installation in den Brückentürmen von Erpel/Remagen
für die Ausstellung AKTION 2T / Gewaltige Bilder

Im Performamceprojekt Total Eclipse geht es um die phänomenologische Betrachtung der Begriffe Transzendenz und Katharsis in Bezug auf emotionale innere Landschaften und deren Umsetzung in Orts- gebundene Aktivität, Bewegung und Tanz.

Gekennzeichnet ist die performative Geste von einem 3 tägigen Rückzug von der Außenwelt, dem Einnehmen und Ertragen einer Haltung von Verweigerung und Abgrenzung, und schließlich der intensiven Betrachtung der sich im Projektverlauf manifestierenden Ausdrucksformen.

Angelegt als stark Orts-bezogene Recherche- Arbeit, bedeutet Total Eclipse auch die sehr genaue Beschäftigung und die Konfrontation mit räumlichen Gegebenheiten, das Überprüfen von geschichts- bezogenen Annahmen und das Hinterfragen eigener Standpunkte.

“… Ich kam in diese Räume mit bestimmten Vorstellungen der performativen Intervention, um mich mit deren Bruch zu konfrontieren.
Das Verwerfen des Konzepts ist Teil des Konzepts.
Die Gewalt, die Gewalttätigkeit und die Gewaltigkeit des Brüchigen vor Ort treffen auf die Erschütterung der Sicherheit einer konkreten Intention.
Erzeugt wird im Labyrinth der Gänge ein Gefühl der Verlorenheit, des Nicht Wissens, des Erfassens einer Leere, die über die historischen Zusammenhänge weit hinausgeht. Weil sie zutiefst menschlich und autonom ist, und weil sie nach Auflösung sucht.

Tatsächlich und real gibt es beschreit-bare Wege, Gänge, Treppen und leere Räume, die Spuren des Zerfalls und der Zerstörung aufweisen.
Die Zersetzung als äußeres Bild und innere Reflektion kollidieren und müssen eine Zeitlang ertragen werden.

Was aber ist der Gewinn des Aushaltens und Verweilens in schwer erträglichen emotionalen Zuständen, der Konfrontation mit Erinnerung und Vergeblichkeit? Und wohin führt dies?
Im besten Falle zu jener „Entleerung“ und Befreiung von gewaltigen Bildern, die einer Autarkie von Gedanken, Gefühlen und selbst erschaffenen Bildern im Wege stehen.

Dies bedeutet, die Geschichte als etwas zu überwinden, was als das Individuum bestimmende Konstante scheinbaren Halt in einem sonst mit aktiver Bildgestaltung zu füllenden Raum gibt.

Das vage Ziel ist die Überwindung der Furcht vor dem Loslassen von Erinnerung, und im offenen Verlauf zwischen Zuständen wie Angst, Wut und Schmerz als Begleiterscheinungen der Konfrontation mit Gewalt ergeben sich Impulse physischer Bewegung. Die Intensität der veräußernden Geste aus dieser Leere heraus erschafft wiederum eine kathartische Öffnung zum Gegenüber. Ohne Worte wird eine Einladung ausgesprochen, teilzuhaben an den Erfahrungswerten eines Menschen, der sich in einen konfrontativen Zustand begibt, um sich dann wieder davon zu befreien.

Die Bewegung, der tänzerische Ausdruck durch den in Aktion versetzten Körper ist Notwendigkeit und Luxus.
Die Orte, an denen sich Emotion, bedingt durch den Ort selbst, in Bewegung verwandelt, werden neu definiert und mit autarken Bildern bestückt…”

Emotion propells Action propells Image propells Emotion propells Action propells Image

I arrived in my silk

Created a tomb

 

I bent and bowed before destruction

 

I fell on my knees

And felt the ground

Move me

 

Total Eclipse

Total Release

Ground Zero

Textausschnitt, 23.07.2013